73 Rifugio Crête Sèche – Mauvoisin

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Der unbekannte Übergang

Von der ganzen MaMo-Tour war diese Etappe für mich mit den meisten Fragezeichen verbunden. Ich hatte die Crête Sèche als wanderbaren Süd-Nord-Übergang identifiziert, blieb aber unsicher, weil der Übergang in Veröffentlichungen so gut wie nie erwähnt wird und weil die Wegzeichnungen in den Onine-Karten nicht gerade konsistent sind. Das hatte also Abenteuer-Potenzial, zumal mit einer Gruppe (die sich allerdings schon in den vergangenen Tagen als Traumgruppe erwiesen hat und damit eher Unterstützung als Unsicherheit bedeutet. Entwarnung kam vom Hüttenpersonal, das den Übergang als gesichert und problemlos machbar bezeichnet hat. Ich kann also ruhig schlafen 😀

Ihr kennt es: Frühbild – diesmal mit Nebel über dem Tal. Dieser Nabel hat sich im Laufe des Tages nicht aufgelöst, sondern hat sich als Wolken weiterentwickelt und uns ein wenig verfolgt – ohne uns einzuholen. Wettermäßig also ein wenig verkehrte Welt: Im Norden, wo wir hin wanderten, war es schöner und die drohenden Wolken, die sich im Süden bildeten, schafften es nicht über die Crete Seche (Ganz im Gegensatz zu uns)
Ich glaube, das ist das erste Gesamt-MaMo-Gruppenbild, auf dem niemand fehlt – im weichen Morgenlicht.
Eigentlich unglaublich: Das sind die ersten Steinböcke auf meiner ganzen Alpenbogen-Tour. Ich kann schon verraten: Das wird sich ändern…
Auf dem Col de Crête Sèche. Letzter Blick nach Süden. Ich glaube, mit Gran Paradiso.
Und: Tatatataaaaa – erster Blick auf den Gran Combin.
Der zarte Gletscher-Hahnenfuß (sagen Peter und die Flora Helvetica)
Rückblick auf die Crête Sèche und den kläglichen Rest des Crête Sèche Gletschers. Wir müssen übrigens eine Zeitlang nach dem Einstieg in den gesicherten Abstieg suchen. Die Unsicherheit bei der Interpretation der Karte und des Tracks war also nicht unbegründet. Dafür ist es eine Freude, an den Kettensicherungen der Schweizer Wegebauer*innen entlang die steile Felwand runter zu steigen.
Wat ’n dat?
Hmm, Wassermassen vom Gletscher, die durch eine Art Kamm geführt werden, wahrscheinlich, um größere Steine raus zu filtern, bevor das Wasser zur Stromerzeugung in Rohren gefasst wird. Weiß jemand ne bessere Erklärung?
Die Cabane de Chanrion. Erweitert und saniert. Die moderne, einfache und solide-gemütliche Innengestaltung kann ich mir gut für die Vereinsraum-Erweiterung „bei uns“ vorstellen. Damit hab ich mich jetzt ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt …
Welcher Enzian war das nochmal?
Stufe 2: Erster selbst entdeckter wilder Enzian. Damit gibt es endgültig einen Haken an das Thema.
Plätscherndes, perlendes Wasser. Diese Bilder müssen einfach sein, weil es immer eine Freude ist.
Die felsige Seite des Grand Combin.
Tosender Wasserfall aus einem Felsstollen in den Lac de Mauvoisin.
Kurz vor dem Staudamm dürfen wir einen winzigen Teil des vermutlich riesigen Stollensystems in diesem Gebiet selbst begehen. Von der Dusche am Rand eines Wasserfalls habe ich kein Bild. Aber eventuell kommt noch was von Gunda.
Ganz schön hoch.
Durch diese Stollen sind wir gewandert.
Das Hotel de Mauvoisin. Auf der einen Seite mt einer besonderen typisch schweizerischen Einrichtung: Hotels in den Bergen, die Lagerplätze anbieten um die Möglichkeit zu bieten, wenigstens ein bisschen den Kostenrahmen zu dämpfen. Andererseits ein tolles, humorvolles Betreiberteam. Wir haben die kurze Zeit hier genossen und wünschen ihnen, dass sie ihr Konzept weiterentwickeln und dauerhaft erfolgreich machen können.
Das kennt mal, gell?
Wünsche gehen in Erfüllung.