Es war einiges anders
Was war denn anders?
- Vor allem: Ich war noch nie so wenig allein unterwegs, maximal ein Drittel der Zeit. Das war schön, hat aber auch dazu geführt, dass ich nicht so wie sonst in eine Eigenbrödlerroutine gekommen bin, die ich inzwischen auch genießen kann.
- So eine lange DAV Tour, eingebettet in meinen Jahresabschnitt, hatte ich, hatten wir, noch nie. Ich bin so froh und der Gruppe so dankbar, dass sie dermaßen fit, konstruktiv und gut drauf war.
- Sooo viele sooo hohe Berge immer um mich rum. Gegen Ende habe ich gemerkt, dass ich sogar ein bisschen abgestumpft war.
- Zum ersten Mal bin ich mit „fremden Leuten“ zwei Tagesetappen gemeinsam gegangen. Bisher war es in solchen Fällen immer so, dass man getrennt gelaufen ist und sich dann abends wieder an der nächsten Hütte getroffen hat. Es ist natürlich interessant, wie sich so eine ad hoc Gruppenkonstellation verhält.
- Keine Darmprobleme!!!! Juhuuu!
- Dafür bin ich im Gleichklang mit Friederike schon mit einer Erkältung angereist, die sich eine knappe Woche lang im Hals- und Ohrenbereich hartnäckig gehalten hat, nachts von Husten begleitet. Ich war durchaus nicht sicher, ob ich das während des Wanderns wieder los werde. Hat zum Glück geklappt – im Gegensatz zu Friederike, die das noch wochenlang mit sich rumschleppte ☹️
- Nur ein einziges Mal im Bergsee baden! Sowas aber auch – immer hat irgendwas nicht gepasst. Ich hoffe, dass das nächstes Jahr wiedr besser wird.
Alles andere war „wie immer“:
- Wieder gab es keinen einzigen Morgen, an dem ich mich zum Weitergehen überwinden musste. Die Lust zum Weiterwandern versiegt nicht. Das finde ich schon bemerkenswert. Irgendwie scheint eine grundsätzlich positive Einstellung zu diesem Tun da zu sein. Das macht alles so leicht.
- Die Planung hat gepasst. Ich glaube, ich habe die Etappen ein bisschen defensiver geplant als im letzten Jahr, was mir an den Nachmittagen noch mehr „Urlaubszeit“ beschert hat als bisher.
- Es macht einfach Spaß und ich freue mich schon auf das nächste Jahr – bin gleichzeitig aber auch froh, jetzt wieder daheim zu sein.
Nun gibt es noch einiges aufzuarbeiten, Routenplanungen zu korrigieren und systematisieren, fehlerhafte Blogeinträge zu verbessern.
Und dann natürllich fürs nächste Jahr zu planen. Mittelmeer, ich komme!
Danke, dass ihr mich hier im Blog begleitet habt, danke, dass ihr euch unterwegs auch bei mir gemeldet habt mit Kommentaren und Nachfragen. Das gibt einfach ein gutes Gefühl.