109 Camp d’Argent – Sospel

Du betrachtest gerade 109 Camp d’Argent – Sospel
  • Beitrags-Kategorie:2024

Hinab in mediterrane Gefilde

Ich muss mit einem misslungenen Wunder beginnen: Leider hat Coras Bein gestern wieder geschmerzt, so dass sie beschlossen hat, auf die heutige Etappe zu verzichten, da es 1.900 Hm abwärts geht. Die Schlussetappe nach Menton werden wir aber ganz sicher gemeinsam gehen. Problemlos kommt sie per Anhalter vom Col de Turini nach Sospel.

Jochen und ich genießen den wunderschönen Höhenweg auf der ersten Hälfte der Strecke mit schönen Ausblicken in die Berge und zum Meer. Wir machen sogar noch einen Zusatzschlenker auf einen Aussichtshügel. So erhöhen sich unsere Abstiegsmeter auf 2.000 m. Die sind aber ganz gut zu machen, weil die Wege gut ausgebaut sind, meist mit einem moderaten Gefälle.

Es ist ein besonderes Gefühl, aus der alpinen Höhe hinab nach Sospel auf 300 m zu wandern, dazu noch immer mehr durch das Mittelmeer beeinflusst.

In Sospel haben wir eine richtig gute Ferienwohnung mitten in der Altstadt und kochen selbst … natürlich Spagetti mit Paesto und Tomatensalat.

Abschied von der letzten Gîte d’Etappe der Tour.
Expert*innen sind gefragt: Diese noch ziemlich frische Schrift am Col de Turini bedeutet was?
Eine ganze Kasernenanlage aus dem zweiten Weltkrieg,
… in dessen letzten Kriegswochen hier noch Gefechte stattfanden – in einer Bilderdokumentation festgehalten. Samt demoliertem Panzer.
Auf diesen Bonushügel sind wir noch gestiegen.
Das hat uns Sicht auf Argentera, …
… auf den Mont Bégo (diesen freien Himmel hätten wir uns gestern auf dem Gipfel gewünscht),
… und auf das Mittelmeer bei Nizza beschert.
Die Pferde wollten von ihrem Gipfelchen einfach nicht runter.
Hier scheint es doch öfter zu regnen: Viele Flechten an den Bäumen. Und die Bäume haben fast alle einen Wachstums-Knick.
Nochmal Kriegsüberbleibsel
Sospel
Eindeutige Zeichen: Olivenhaine und riesige Zypressen.
Die Oliven sind allerdings noch ziemlich klein.
Sospel ist ein netter kleiner Ort – erzählt Cora, die einige Stunden hier verbracht hat.
Das letzte Foto dieser Art – obwohl: Morgen in Menton vielleicht auch?
Blick aus unserem Wohnzimmerfenster im weichen Abendlicht.