88 Termignon – Refuge du Petit Mont Cenis

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Gleich mal ziemlich anstrengend

Vor dem „Hotel la Turra“, also exakt an der Stelle des letztjährigen Abschlusses sind wir aus dem Bus gestiegen und pünktlich um halb 10 gestartet. Zunächst ging’s gemütlich 2 km talauswärts – gut zum Warmlaufen. Denn dann kam der teilweise ziemlich steil angelegte Anstieg über 1.380 Hm zum 2.638 m hohen Col de Sollières. Zum Glück liegen die ersten 2/3 im Wald, oben sind dann freie Almwiesen. Dadurch, dass es ab Mittag etwas zuzog und ein leichtes Lüftchen wehte, war die Wärme trotzdem erträglich. Anstrengend war’s halt gleich am ersten Tag, aber immerhin ohne ganz großes Leiden.

Je höher wir kamen, desto weiter wurde der Blick auf die hohen, vergletscherten Berge der Vanoise. Als ich letztes Jahr dort durchkam, war alles schneebedeckt, weshalb ich ja die höher gelegenen Panoramawege nicht nutzen konnte.

Am Col war es wieder da, das Hochgefühl der Weitwanderer: Der gleichzeitige Blick zurück auf das durchwanderte Gebiet und der Blick nach vorne auf das. was uns die nächsten Tage erwartet. Ob ich wohl morgen ein Bad in dem See nehmen werde, der weit am Horizont liegt?

Das Refuge de Petit Mont-Cenis ist dann doch nicht ganz so abgeschieden, wie es die Homepage angkündigt: Ein großer Parkplatz wenige hundert Meter daneben lädt die Tagesgäste ein und die Gartengestaltung mit Plastikblumen in alten Bergschuhen sind auch so-la-la. Aber wenn die Tagesgäste dann weg sind, wird es heimelig – und das mit einem tollen 4-gängigen Abendessen. (ÜN mit HP kostet hier übrigens 40€). Für die  Schlafzimmerbeleuchtung werden wir mit tragbaren Lampen ausgestattet.

Es ist 20:25 Uhr, ich bin saumüde und gehe jetzt ins Bett. Bin eh der Letzte in der Gaststube.

Modane im Morgenlicht vor der Busabfahrt
Termignan, der Startort
Blick hinüber zu den Gletschern und Gipfel der Vanoise
Der Einschnitt rechts vom Wegekreuz ist der Col de Sollière, du dem wir hoch müssen.
Geschafft, jetzt geht’s nur noch abwärts
Im Vordergrund Peter, unten links der Parkplatz, weiter rechs das „abgelegene“ Refuge

Hier bei der Ankunft aus der Nähe