Raindrops are falling on my head
Gestern Abend ha es angefangen zu regnen, die ganze Nacht hat es durchgeregnet, teilweise wolkenbruchartig mit Gewitter, und in unserem Badezimmer stehen Pfützen, weil das Dach nict ganz dicht ist.Und dazu ein Wetterberich, der nicht wirklich Besserung verspricht im Laufe das Tages.
Da hab nicht mal ich Lust loszugehen. Sogar der Satz „Mit dem Bus fahren“ schwebt im Raum. Aber es ist eine der kürzeren Etappen und eine der wenigen, die durchgehend klar unter 2.000 m liegt. Außerdem gibt es oft die Möglichkeit, auf befestigte Wege auszuweichen, wenn die Pfade nicht mehr begehbar sind. Das ist nämlich die größte Sorge: Wie sehen die Wege aus? Der Bach neben unserem Haus ist über Nacht zu einem ziemlich reißenden Gewässer geworden.
Wir entscheiden: Wir probieren es! Alles wird möglichst wasserdicht verpackt, auch die Kamera – (nicht nur) deshalb gibt es heute auch so wenig Bilder. Ich binneidisch auf Peters Ultraleicht-Regenschirm, der optimal ist für diese Verhältnisse: Leichte Wege und kein Wind.
Ab den ersten Schritten sind alle Zweifel vergessen, wir fühlen uns gut und geben Gas. Wir wechseln von einem Seitental ins nächste, winden uns auf einem Radweg zum unvermeidlichen Col (Name habe ic vergessen), bewundern einen modernen Hirten, wie er mit 2 Hunden, seiner Enduro und viel Geschrei die Herde in die gewünschte Richtung bugsiert.
Nach gut 1,5 Stunden lässt der Regen nach, hört sogar auf und in einem Anfall von Übermut legen wir alle Regenklamotten ab und wandern in kuren Hosen und T-Shirt weiter. Unser Mut wird belohnt: Gegen alle Vorhersage bleibt es trocken und wir kommen locker in Ghigo di Prali an, einem eitwas in die Jahre gekommenen Skiort. Das Gleiche gilt für unsere Unterkunft, deren Cafeteria aber sowas wie ein Dorftreff ist. Wir fühlen uns wohl.



Das Motiv „Wanderschuhe auf der Fensterbank“ kennt ihr ja schon aus den Vorjahren, hier als Ensemble mit einem 70er Jahre Bad