96 Rifugio Granero – Rifugio Grongios Martre

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Dem Monviso ganz nah – aber die ganz große Freude kommt nicht auf

Es sollte sowas wie eine Königsetappe werden, aber diesmal macht uns das Wetter einen echten Strich durch die Rechnung. Die ersten 1,5 Stunden sind trocken, ab da nur noch Regen in unterschiedlicher Stärke bis zur Ankunft. Ich finde, wir machen das toll – so gut wie keine schlechte Laune aufkommen lassen und die Bedingungen nehmen, wie sie sind. Übrigens: Wenn die Sicht in die Ferne nicht geht, zeigen sich eher die Schönheiten und Stimmungen direkt um einen herum. Nur: Fotografieren ist halt fast nicht drin, wenn’s schifft.

Unsere Übernachtung ist schwer zu beschreiben: Rifugio Grongios Martre. Einfach der Hammer: Ein stilvoll restauriertes Haus auf einer Waldlichtung, zwei Menschen, die ihre wenigen Gäste (heute: nur wir beide) umsorgen. Luca kocht unglaublich gut mit unglaublich viel Freude. Alles spielt sich in einem Raum ab: Kleidung trocknen, Wohnzimmer, Büro, Esszimmer. Ich sage sowas sehr selten, und schon gar nicht öffentlich: Solltet ihr mal in die Gegend kommen, also ins Valle Vareita, und übernachten wollt, geht da hin. Wirklich! Auch für mehrere Nächte.

Los geht’s
Der Hüttensee des Rifugio Granero – mit quietschgelbem Kanu
Wieder sind wir auf einem Col, der nach Frankreich führt.
Und die große Überraschung: Der Monviso (Ja, Gunda, in einem Wort) ist sichtbar.
Ganz ohne Wolkenmütze, die Bewölkung ist sehr hoch.
15 Minuten später ist er verdeckt, es beginnt zu regnen und hört für diesen Tag nicht mehr auf. Leuchtpunkte sind die bunten Regenkleider der Monviso-Rundwanderer.
Am höchsten Punkt, dem Colle Valanta, direkt an der Ostflanke des MV. Peter schafft es, trotz eiskaltem Wind und Regen, die gute Laune zu behalten.
Lichtblick: Das Rifugio Valanta. Links der See, rechts das Nebelmeer
Topmodernes Gebäude, und vor allem: Es gibt eine Minestrone für uns.
Zeitsprung in den Wald oberhalb des Rifugio Grongios Martre. Ein Parasol?
Wie ein begossener Pudel steht plötzlich ein rotes Pferd auf dem Flur, äh, auf dem Weg. Und dann hat sich das rote Pferd einfach umgekehrt. Na super, und ich hatte gleich zwei Ohrwürmer im Kopf.