Offroad
Nach einem guten Frühstück (das erste mit echten Frühstückstellern!) dürfen wir gleich mal 800 Hm zum Collle dell‘ Assietta. Wir trainieren Schneckentempostart – Peter macht das in Perfektion. Es ist unglaublich, wie weit man mit ganz wenig Anstrengung kommt und wie schnell es trotzdem vorwärts geht mit dieser Taktik. Dass man nach einiger Zeit etwas schneller wird und kurz vor dem Ziel auch mal richtig Gas gibt, iist ok und quasi Teil der Taktik.
Nach einer halben Stunde kommen wir an einem Zelt vorbei, an dem sich ein junger Mann startbereit macht. Nicht lange danach zieht er in einem Wahnsinnstempo an uns vorbei. Dafür macht er oben lange Pause, so dass wir ihn wieder überholen. Er hat also die genau entgegengesetzte Taktik. Und er muss einen arg schweren Rucksack haben. Er kommt aus Berlin, hat 10 Tage Zeit und jegliche Verpflegung für die Zeit dabei. Uff.
Wie kommt es zu diesem Beitragsbild? Oben am Pass führt eine alte Militärstraße durch, die für den Verkehr freigegeben ist. Sie wird von Offroadern – vor allem Motorrädern mit viel Spaß befahren. Recherche: Auf deutsch heißt sie Assietta Kammstraße und hat wohl sowas wie Kultstatus. Sie ist 30 km lang unf führt von Susa nach Sestriere. Dreimal dürft ihr raten. welches Nationalitätskennzeichen mit Abstand am häufigsten war. Klar, oder? Und damit auch der Altersschnitt der Motoradpiloten. Voll im Klischée.
Wir genießen dieses etwas schräge Ambiente in Verbindung mit einer sehr schönen Sicht und einem mäßigen Gefälle des Weges. So wird das heute die Etappe mit dem schnellsten km-Schnitt.
Ah ja, a propos ältere Männer und ihre Spielzeuge: Seit Herbst hab ich ne High End Outdoor-Uhr von Suunto – die Vertical (hmm, hier müsste jetzt ein Affiliate-Link hin, oder?). Und ich genieße sie. Die Kartendarstellung mit dem Track ist einfach toll und erspart viele Griffe in die Tasche nach dem Handy für die Orientierung. Ok, sie hält mich auch mit jeglichen Zahlen auf dem Laufenden: Wieviel schon gegangen, wie viele Höhenmeter noch zu machen, ………). Ich gebe zu, das verleitet ziemlich zum dauernd draufschauen.
Im Zielort Fenestrelle haben wir ein Zimmer gebucht. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind an dieser Etappe eher dünn gesät, deshalb müssen wir doch einiges an Zusatzweg in Kauf nehmen. Ach ja, Fenestrelle: Hier nebendran liegt die Fortezza di Fenestrelle, laut Wikipedia „die größte Festungsanlage Europas und nach der chinesischen Mauer das nächstgrößte Mauerwerk.“ Müsste man das kennen? War da schon mal jemand? Sieht aus der Entfernung ziemlich seltsam aus.









