Was gelernt
Jeden Tag wird die Landschaft ein bisschen herbstlicher – ebenso wie die Temperaturen. Aber immernoch bin ich in kurzer Hose unterwegs. Obenrum je nach Situation zwischen T-Shirt, Longshirt, DAV Weste, wärmende Jacke.
Ich starte früh, weil für irgendwann am Nachmittag Regen angesagt ist – und es lohnt sich. 1 Stunde nach meiner frühen Ankunft fängt’s an und wird später auch graupelig – aber kein Vergleich zum aktuellen Wintereinbruch in den Nordalpen.
Ich hatte gestern schon Bilder von den bienenkorbartigen Bunkern gezeigt, heute habe ich die Erklärung erhalten, die ich euch gern weitergebe. Mit dem Alpenwall wollte Italien nach dem ersten Weltkrieg die gesamte Grenze nach Norden militärisch befestigen. Es sind also die „gleichen“ Befestigungen wie die in Südtirol. Mal sehen, ob ich das daheim noch vertiefe. Bestimmt bin ich in den letzten Jahren schon ab und zu darauf gestoßen, ohne den Zusammenhang bemerkt zu haben.
Ansonsten ist die Wanderei heute locker, seit längerem ein Tag unter 1.000 Hm hoch und runter. Das tut gut. Ich bin immernoch am Grenzkamm zwischen Maira- und Stura-Tal, in das ich morgen absteigen werde. Genauer gesagt am obersten Ende des Valle Grana (noch ’n Tal), das zwischen den oben genannten liegt.
So, und jetzt hau ich einen raus und lege mich fest – ich bestätige alle Vorurteile: Hier im Piemont gibt es das beste Essen auf der ganzen Tour. Basta.












