64 Rosswald – Simplon Hospiz

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Erste Alleinetappe des Jahres

Nur 13 meiner 29 diesjährigen Etappen gehe ich allein. Und heute ist meine erste. Es ist völlig anders. Kein sich gegenseitig auf schöne Dinge hinweisen, sich über den Etappenfortschritt austauschen, gemeinsam versuchen, Wissen über die Gegend zusammen zu tragen. Das fehlt beim Alleinwandern. Dafür aber auch ganz und gar mein eigenes Tempo laufen, spontane kleine Pausen machen, ohne mich abzustimmen. Auch das hat was für sich. Gut dass ich in diesem Jahr beides gut haben kann.

Beim Abendessen gestern hat mir die Friederike noch einige Nachdenkimpulse fürs Alleinwandern gegeben – war fast schon eine kleine Aufforderung 😉

Mal sehen, was ich davon umsetze …

Ich bin heute schon um 7 gestartet, weil für Nachmittag Gewitter angesagt waren. So bin ich dann auch schon um 14 Uhr am Hospiz und habe genügend Zeit für ein Mittagschläfchen und zum Lesen. Das Gewitter kommt um 16 Uhr.

Rosswald schläft noch, das Rhonetal liegt schon in der Sonne (Diesmal ist der dunkle Bereich beabsichtigt)
Bietschhorn in der Morgensonne
Und hier weiß ich echt nicht mehr, welche Gipfel das sind. Mir gefällt es, wie sie sonnenbeschienen über dem Wolkenband liegen.
Der Weg führt auf langen Passagen am Hang entlang, manchmal künstlich angelegt und ab und zu seilgesichert, weil es nebendran ziemlich runter geht.
Eine der typischen Almsiedlungen am Weg
Die Bortellhütte, wunderschön gelegen und liebevoll hergerichtet. Hier genieße ich meinen verspäteten Frühstückskaffee.
Ist das nicht nett? Die hängen ein paar hundert Meter vor der Hütte, aus beiden Richtungen.
Der gestrige Weg, am Saflischpass, mt den wüstenbraunen Bergen dahinter
Erster Blick auf den Simplonpass
3 Kilometer vor dem Ziel ein Schreck beim genauen Blick auf die Karte: Soll ich jetzt den Rest auf der vielbefahrenen Passstraße gehen??? Nein, der Weg führt über den Autos auf dem Dach der Galerien entlang. Ein erhabenes Gefühl und bringt Einblicke hinter die Kulissen so einer Passstraße.
Das Simmplon Hospiz, eine ganz besondere Unterkunft, von Mönchen geführt. Dicke Gemäuer, viele Lese- und Aufenthaltsräume, natürlich eine integrierte Kirche. Und dann auch noch relativ günstig.
Das Abendessen – voller nostalgischer Weihnachtserinnerungen an „daheim“: Pastetli – gab’s und gibt’s im Migros samt fertiger Füllung. Seit ich daheim ausgezogen bin, hab ich es nie mehr gegessen und irgendwie auch vergessen.

Es ist schon so: Ein interessanter Teil der Reise sind die Bandbreite der Unterkünfte, auf die ich so treffe. Das Simplon Hospiz ist dabei sicher was Besonderes.