Das war mir vorher ja gar nicht klar: Heute bin ich am höchsten Punkt meines Alpenbogen-Projekts. Vielleicht habe ich das gespürt und deshalb die Abzweigung zum Theodulpass ignoriert, um weitere 150 Hm zur Testa Grigia zu erschleichen? Naja, schön ist anders, aber auf einer Wanderung in einem seilbahnverseuchten Gebiet zu Fuß 3.479 m zu erreichen, hat irgendwie auch was. Schließlich lauf ich nicht duch die Geggend, um eine gleichförmige Idylle an mir vorbeiziehen zu lassen.
Breithorn in der MorgensonneNicht oft ist es möglich, auf einer Wanderung einen Gletscher zu überqueren. Hier am Theodul geht es, weil es keine Spalten auf der Route gibt und Pistenwalzen den Weg bereiten. Wie auf einer richtigen Hochtour schnallen wir die Zacken unter die Füße – in Form von Grödel.Neue Perspektive aufs MH.GletscherspaziergangNur, wenn man das Bild vergrößert, kann man ahnen, wie geschunden das Chli Matterhorn durch die Seilbahnen ist. Seit Juli diesen Jahres ist die Seilbahn-Verbindung zwischen Zermatt und Cervinia komplett. Jetzt ist also ein Shopping-Ausflug nach hüben oder drüben easy going. Puh…Rückblick in die Berner. Ich glaube, mit Jungfrau in der Mitte. Gunda hat soeben zugestimmt 😉Zack: Sommerskigebiet unterm Chli Matterhorn: Hier trainieren derzeit diverse Nationalmannschaften: Erkannt haben wir mindestens Österreich, Frankreich, Deutschland. Gunda meint auch, einen Abfahrtsstar erkannt zu haben. Von der Schlepperei mehrerer Paar Ski, Torstangen, Skischuhe, Bohrmaschinen für die Stangen durch Trainer und Skiläufer*innen habe ich keine Bilder gemacht. Aber es sieht nach harter Arbeit aus.Bei den Pistenraupen ist nicht immer so ganz klar, was sie da eigentlich machen.Schön ist anders, aber auch das ist Gebirgsrealität. Schließlich wird zur Zeit sogar auf den Onlinekarten vor den Pistenbauarbeiten gewarnt.Gran Paradiso – stimmt doch, Peter? Peter sagt: „JA“Nauf auf den Testa Grigia „Gipfel“ Nicht nur Profis sind unter den Skilaufenden. Besonders irritierend: Privatskilehrer tragen die Ski ihrer Kund*innen zur Seilbahnstation. (Wollte ich lieber nicht fotografieren)Erster Blick auf die Südseite Richtung Cervinia.Und was ist jetzt das wieder? Ja, Mensch, das ist doch der Moment, in dem wir den Titel der Tour im Blick haben: Da hinten ist der Mont Blanc!!! (Komisches Gefühl, das jetzt eine Woche später direkt unterhalb des MB vor der JuHe von Chamonix zu schreiben – zur Info: Ich hole gerade beim Schreiben auf …)Dent d’Herens? Gunda meint: Eher der Dent Blanche.Bei besserer Auflösung würde man da hinten die Karawane aufs Breithorn erkennen. Mit dem Fernglas haben wir’s gesehen. Morgens mit den Bahnen nauf aufs Chli Matterhorn, dann gschwind num aufs Breithorn und dann am Stammtisch vom ersten selbst bestiegenen 4.000er erzählen. So, Schluss mit ätzenden Sprüchen, denn eigentlich fasziniert mich das alles und ich sauge alle widersprüchlichen Eindrücke gierig in mich auf.… denn kommt schon wieder Idylle: Der erste (!) Bergbadesee des Jahres- gar nicht mal sooo kalt – Grödel und Mütze trocknen vor sich hin, während die Gruppe ein Mittagsnickerchen hält.Da unten liegt Cervinia.Unsere Unterkunft La Luge. So ein schön hergerichtetes Haus mit so schönen Zimmern und natürlich mit Matterhornblick. Das Resturant hat leider geschlossen, aber wir werden trotzdem verwöhnt. Nein, ich krieg kein Geld für diese Werbung. Es ist oifach schee.VeschberEin anderer Blick auf die MH Fahne. Hier also wird die Wolke produziert.